• Chinesische Maissuppe mit Huhn

Chinesische Maissuppe

– oder wieso du dir Hongkongs Sweetness mit dieser chinesischen Maissuppe und dem passenden Film in dein Leben holst

Chinesische Maissuppe ist ein Gericht, das ich eigentlich immer nur koche, wenn ich das Gefühl habe, mein Leben ist gerade nicht süß genug. Das passiert zum Glück nicht allzu häufig aber dann und wann bin auch ich leider davon betroffen. Die süße des Maises, die wohlige Wärme der Hühnerbrühe und der Umamigeschmack der durch die Soßasoße kommt, jagen dir sofort mit jedem Schluck der Suppe alle Bitterkeit aus deinem System.  Und wenn ich die Augen dann noch kurz schließe, fühle ich mich direkt nach Hongkong (einer meiner absoluten Sehnsuchtsorte) versetzt und die Mundwinkel gehen nach oben und Süße ist in mein Leben zurückgekehrt. Es funktioniert jedes Mal wieder.

Mein Tipp für einen Sonntag, der dringend mehr Süße braucht: Koch‘ diese Suppe und schau dir Wong Kar Wais 2046 an. In 2046 spielt Hongkong Superstar Tony Leung den Schriftsteller Chow, der meiner Freundin Jules und mir schon so manchen Videosonntag versüßt hat.

Die chinesischen Maissuppen die du hier in den meisten Chinarestaurants bekommst, sind übrigens sehr zähflüssig und mit Ei. Diese chinesische Maissuppe hier ist anders. Sie ist runder vom Geschmack, weniger dickflüssig und ohne Ei. So wird sie bei mir zu Hause gegessen und ist bei meinen Freunden sehr beliebt. Viel Spaß beim Nachkochen!

Mais im Mixer vor dem Pürieren

Ein Glas Mais mit Brühe im Mixer vor dem Blenden.

Maisstärke für die Chinesische Maissupe

Die mit Wasser angerührte Maisstärke zum Andicken der Suppe.

 

Rezept: Chinesische Maissuppe

Vorbereitungszeit:
Kochzeit:
Schwierigkeitsgrad: Anfänger plus

Zutaten für 6 Personen:

  • 2 Gläser Mais (1 Glas hat ca. 340 bis 360 Gramm Mais)
  • 500g Bio-Hühnerkarkassen/-suppenknochen mit noch etwas Fleisch daran
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer, einmal in der Mitte durchgeschnitten
  • 2 EL helle Sojasoße
  • 3 TL Maisstärke
  • Meersalz
  • Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Schnittlauch, fein geschnitten
  • etwas Chinkiang Essig oder ersatzweise Balsamico zum Servieren
  • 2,5 Liter Wasser

Zubereitung:

  1. Zuerst die Brühe ansetzen. Dafür die Hühnerkarkassen in einem Topf mit dem Wasser zum Kochen bringen. Den grauen Schaum der beim Kochen entsteht mit einer Schaumkelle abschöpfen. Wenn es nicht mehr schäumt und die Brühe anfängt klar auszusehen einen gestrichenen TL Salz und Ingwer dazugeben, Deckel drauf und bei kleiner Flamme mindestens 60 Minuten weiterkochen lassen.
  2. Dann die Karkassen bzw. Knochen aus dem Topf entnehmen und mit den Fingern das Fleisch an den Knochen ablösen. Es ist ganz leicht. Dann in kleine mundgerechte Stücke zerpflücken und nur das Fleisch zurück in die Brühe geben.
  3. Nun ein Glas Mais abgießen und mit 1-2 Kellen von der Brühe zusammen im Mixer pürieren (siehe Foto). Das andere Glas Mais auch abgießen und die Maiskörner sowie den prürierten Mais zur Brühe in den Topf geben. Und die Flamme hochschalten und 1x aufkochen lassen.
  4. Während die Brühe aufkocht, 3 TL Maisstärke in etwas kaltem Wasser auflösen (siehe Foto) und dann unter ständigem Rühren zur Suppe geben und sie dann gemeinsam mit der in Wasser aufgelösten Stärke aufkochen lassen. Das dickt die Konsistenz der Suppe ein und rundet den Geschmack ab. Jetzt die 2 EL helle Sojasoße und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer dazugeben und noch einmal bei mittlerer Hitze ca. drei Minuten leicht köcheln lassen. Erst jetzt final mit Salz abschmecken. Die Sojasoße ist schon sehr salzig und zwei weitere Minuten köcheln lassen. Fertig!
  5. Beim Servieren mit Schnittlauch bestreuen und für den ganz authentischen Geschmack ein ganz kleines Bisschen von dem Chinkiang Essig zu jeder Portion geben. Guten Appetit!
PS. Mais in Gläsern schmeckt mir besser als der in Dosen. Du bekommst ihn in manchen Supermärkten aber auf jeden Fall in Biomärkten. PPS. Du kannst diese Suppe auch vegetarisch und mit Gemüsebrühe statt Hühnerbrühe kochen. Statt der Fleischeinlage nehme ich dann gewürfelten Seidentofu, den ich die letzten fünf Minuten mitkochen lasse.

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