• Chinesische Ente vom Rost

Knusprige, chinesische Ente vom Rost mit Sojabohnensoße, Rotkohl und Basmatireis

– oder wie du deine Schwiegermutter mit dieser knusprigen, chinesischen Ente vom Rost zu Weihnachten locker an die Wand kochst

Mit Schwiegermüttern ist es manchmal so eine Sache; wenn dir nach einigen Jahren und langer Diskussion endlich die Ehre zu Teil wird, das Weihnachtsessen hosten zu dürfen und Schwiegermutti jedes Jahr eine ganz solide Ente mit Klößen serviert hat, stehst du jetzt unter Zugzwang. Schwiegervati und den anderen in-laws soll deine Ente auf jeden Fall besser schmecken als ihre, aber sie nach ihrem Rezept fragen, kommt einem Verlust auf dem Schlachtfeld gleich. Trotzdem willst du ihr jetzt zeigen, dass neue Zeiten angebrochen sind. Und da kommt diese chinesische Ente vom Rost genau  richtig.

Das Rezept für diese Ente habe ich einer intensiven Gordon Ramsay-Youtube-Video-Sucht zu verdanken unter der ich mal vor einigen Jahren gelitten habe; und mit diesen Beilagen und etlichen Male die ich sie gekocht habe und ein paar Veränderungen, zu meinem gemacht. 🙂

Diese chinesische Ente vom Rost hat saftiges Fleisch und eine wundervoll krosse Haut, sie bekommt durch die 5 Gewürze einen richtigen Kick und weihnachtlichen Flair und sie wird  auf gar  keinen Fall mit Schwiegermuttis verglichen werden und allen wahnsinnig gut schmecken. Und sie mit „deutschem“ Rotkohl zu servieren ist absolut im Fusioncuisinemantra meiner Familie (mein Opa kommt aus Sachsen und meine Oma aus China). Diese Ente ist  neu, spannend und es  gab noch niemanden an meinem Tisch, der sie nicht geliebt hat.

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Chinesische Ente vom Rost mit Sojabohnensoße, Rotkohl und Basmatireis

Vorbereitungszeit:: 45 Minuten
Kochzeit:: ca. 3h
Schwierigkeitsgrad:: Fortgeschrittene

Zutaten:

  • 1 kleine Ente (ca. 2,2-2,5kg), am Besten eine Ente, die glücklich gelebt hat. Ist teurer aber du wirst den Unterschied schmecken.
  • 1,5 – 2 EL Five Spices Gewürzpulver aus dem Asia Shop (Anis, Fenchel, Zimt, Ingwer, Pfeffer)
  • 2 Stück Sternanis
  • Meersalz
  • Frischgemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2 Lauchzwiebeln, in jeweils ca. drei Stücke schneiden
  • Ein ca . 7cm Stück Ingwer, in Scheiben geschnitten
  • 4-5 geschälte Knoblauchzehen, feingehackt
  • Für die Soße:
  • 3 EL schwarze Sojabohnensoße/-paste aus dem Asiashop
  • 1-2 EL Honig oder Agavendicksaft
  • 1-2 EL Sojasoße
  • 1 EL Apfelessig
  • 1 kleiner Spritzer geröstetes Sesamöl
  • Wasser
  • Für den Rotkohl:
  • ½ Rotkohl, ca. 700g
  • 2 Zwiebeln, gewürfelt
  • 6 Wacholderbeeren
  • 5 Pimentkörner
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Thymian
  • 2 EL Johannisbeergelee
  • Mind. 100ml naturtrüber Apfelsaft
  • Meersalz
  • Pfeffer
  • 1 volles, großes Glas trockener Rotwein
  • Öl
  • Für den Reis: Basmatireis und Wasser

Zubereitung:

  1. 1. Den Ofen auf 160 Grad vorheizen. Den Rotkohl mit einem Messer in Streifen schneiden. Schmeckt mir einfach besser als geriebener.
  2. 2. Die Ente von innen salzen und pfeffern.
  3. 3. Den Ingwer, die Lauchzwiebeln und die Sternanisstücke in die Ente stopfen. Dann mit den überhängenden Fettlappen der Ente die Öffnung so gut es geht verschließen.
  4. 4. Jetzt die Ente von außen von allen Seiten mit Meersalz und der Five-Spices-Gewürzmischung einreiben. Richtig einmassieren. Sie soll schon richtig schön braun und bedeckt mit der Gewürzmischung sein.
  5. 5. Dann die Ente auf einen Rosteinsatz eines ofenfesten Bräters legen. So kann das Fett der Ente ablaufen. Solltest du keinen solchen Bräter mit Rosteinsatz haben, kannst du auch den Rost im Backofen benutzen, solltest aber ein mit Alufolie ausgelegtes Backblech darunter schieben, damit das Fett nicht in den Ofen tropft und du nachher nicht so viel Arbeit beim sauber machen des Backblechs hast. Die Ente in den vorgeheizten Ofen schieben. Dann für ca. 2,5h – 3 h rösten. Die Tür des Ofens auf gar keinen Fall bevor 2,5h um sind, öffnen. Damit riskierst du, dass die Haut labbrig wird. Die Zeit richtet sich nach dem Gewicht der Ente. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, dann empfehle ich dir ein Fleischthermometer zu benutzen. Die Kerntemperatur sollte bei 80° liegen und du misst sie am Besten in der Innenseite der Keule und nicht direkt auf dem Knochen. Ich habe das hier: http://kochkomplizin.de/bratenthermomether Sobald die Ente fertig ist, 10 Minuten ruhen lassen bevor ihr sie anschneidet. Sonst läuft der ganze schöne Saft aus der Ente. 10 Minuten müssen es aber wirklich sein.
  6. 6. Sobald die Ente im Ofen ist, mit dem Rotkohl beginnen. Hierfür die Zwiebeln in genug Öl (bitte nicht geizen) bei mittlerer Hitze anschwitzen. Währenddessen die Pimentkörnen und die Wacholderbeeren mörsern. Dann zum Öl geben. Das Aroma entfaltet sich jetzt. Die Lorbeerblätter, den Thymian und den Rotkohl dazugeben. Großzügig salzen. Rotkohl braucht viel mehr Salz als man es sich vorstellen kann. Umrühren und jetzt das Glas Wein darüber gießen und warten, bis es verdampft ist. Sobald es verdampft ist, gibst du den Apfelsaft und das Johannisbeergelee dazu. Dann die Hitze auf kleine Flamme stellen und bei geschlossenem Deckel mindestens 1,5h köcheln lassen aber immer wieder umrühren und aufpassen, dass er nicht anbrennt etc. und ggf. Apfelsaft nachgießen, wenn du siehst, dass der Rotkohl zu trocken wird. Am Schluss mit Pfeffer und Salz abschmecken.
  7. 7. Jetzt die Sojabohnensoße vorbereiten. Dafür den Knoblauch in einem kleinen höheren Soßentopf in Öl anschwitzen und die restlichen Zutaten dazugeben. Mit einem großzügigen Schuss Wasser zusammen aufkochen lassen. Abschmecken. Die Soße ist relativ salzig. Man nimmt aber eh nur wenig zur Ente. Sie soll eine dickflüssige Konsistenz haben.
  8. 8. Zwanzig Minuten bevor die Ente fertig ist, den Basmatireis aufsetzen.
  9. 9. Nachdem die Ente geruht hat, tranchieren und servieren. Guten Appetit und Merry X-Mas!
PS. Keine Angst vor dem Knoblauch in der Soße. Ihr esst ihn ja alle und die Soße schmeckt mit viel Knoblauch einfach am Besten. PPS. Den Rotkohl kannst du auch schon am Tag vorher kochen. Er zieht dann nochmal schön und schmeckt meistens noch besser. PPS. Ein Bratenthermomether bekommst du hier: http://kochkomplizin.de/bratenthermomether

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