• Japanischer Kartoffelsalat

Japanischer Kartoffelsalat aka Potetosarada

oder warum ich jetzt immer Bierkrüge einfriere, wenn dieser japanische Kartoffelsalat bei uns auf den Tisch kommt.

Nach ein paar Tagen in Japan hatte ich echt viel verschiedenes Barfood in Izakayas bestellt aber selbstverständlich keinen „schnöden“ Kartoffelsalat; auch wenn es japanischer Kartoffelsalat war. Wollte ich doch gerade all das genießen, was ich hier in Deutschland nicht bekomme. Zum Glück wurde ich eines Besseren belehrt! Und zwar in einem total urigen Izakaya im beschaulichen Omaezaki in der Shizuoka Präfektur, das wir durch Zufall gefunden hatten. Das Izakaya war mir von vornherein super sympathisch. Laut und gesellig ging es darin zu und als wir uns Whisky Highballs bestellten kam der Barmann direkt mit Würfeln zu uns zurück um um die Größe des Highballs zu spielen. Übrigens sind Whisky Highballs in Japan total beliebt und du kriegst ihn überall. Auch in Dosen. Whisky Highball und Ume Sour wurden in unserem Japanurlaub auf jeden Fall abends meine Favoriten.

Aber zurück zu dem japanischen Kartoffelsalat. Als es Zeit für das Bier wurde und wir die für ein Izakaya so typischen Snacks bestellten, gaben sie uns schon mal etwas zum Probieren aufs Haus: Japanischer Kartoffelsalat aka „Potetosarada“. Mit einer so eiskalten Maß Bier, dass der Bierkrug auf jeden Fall vorher eingefroren war. Der erste Schluck eiskaltes Bier der meine Kehle hinunterlief war so erfrischend und köstlich, dass ich mir definitiv vornahm, das mit den eingefrorenen Bierkrügen zu Hause auch zu übernehmen.

Und dann kam der erste Happs japanischer Kartoffelsalat- swoosh!!!! Er war trotz Mayonnaise eher leicht und fluffy und statt mit großen Kartoffelstücken eher wie eine Kartoffelcreme, da die Kartoffeln wie mit einer Gabel zerdrückt waren aber trotzdem hatte der japanische Kartoffelsalat Crunch, denn die Gurken waren frisch aber in Salz eingelegt und hatten dadurch ihr Wasser verloren und noch Biss. Außerdem drang leichte Süße durch die Mayonnaise, die von Mirin herrührte. Das machte ihn auch asiatisch und nicht mehr europäisch schmeckend. Perfektes Zusammenspiel von Konsistenz und Geschmacksvielfalt.  Dieser japanische Kartoffelsalat hatte sich – vor allem in Kombi mit diesem eis-eiskalten Bier sofort in meine kulinarische Comfortfoodhitliste katapultiert.

Und da eiskaltes Bier und Potetosarada für mein Gehirn jetzt auf ewig geschmacklich verwoben sind und ich dieses Izakayafeeling einfach liebe, friere ich jetzt auch immer zu Hause die Bierkrüge ein, wenn es japanischen Kartoffelsalat gibt. Ab an den Herd und ausprobieren – auf Parties bei euch wird demnächst immer nur noch dieser japanische Kartoffelsalat gefragt sein. 🙂  (…Ok, oder vielleicht auch mein arabischer Kartoffelsalat 😉

 

Eier für die Blitzmayonnaise

Die aufgeschlagenen Eier für die Mayonnaise in ein hohes Gefäß geben.

 

Jetzt die Eier mit dem Sonnenblumenöl begießen.

Jetzt die Eier mit dem Sonnenblumenöl begießen.

 

Blitzmayonnaise für japanischen Kartoffelsalat

Jetzt den Zauberstab so wie auf diesen Foto ganz unten in das Gefäß stellen und anmachen. Die Zutaten beginnen zu emulgieren.

Mayonnaise für japanischen Kartoffelsalat

Wenn du den Zauberstab langsam hochziehst und etwas dabei im Gefäß „rührst“ wird die Konsistenz so. Dann bist du auf dem richtigen Weg! Jetzt weiter so hochziehen.

Mayonnaise für den Japanischen Kartoffelsalat

Die Mayonnaise für den Japanischen Kartoffelsalat ist jetzt fast fertig. Nur noch ein kleines bisschen Geduld und den Stab weiter in kreisenden Bewegungen nach oben ziehen.

 

Mayonnaise für japanischen Kartoffelsalat

Bäm – die Mayonnaise für den japanischen Kartoffelsalat ist endlich fertig.

Die "nackten" Zutaten für den japanischen Kartoffelsalat.

So sollten die Zutaten für den japanischen Kartoffelsalat aussehen bevor du sie mit der Mayonnaise verrührst.

 

 

 

Rezept: Japanischer Kartoffelsalat

Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Kochzeit: 45 Minuten
Schwierigkeitsgrad: Anfänger plus

Zubereitung:

  • 1kg Kartoffeln, vorwiegend festkochend
  • ½ Gurke
  • 1 Möhre
  • 3 frische Eier (sehr kleine) oder 2 normalgroße Eier
  • 300ml Sonnenblumenöl (kein natives, den dann wird die Mayo bitter)
  • 1 gute Teelöffelspitze voll Senf (scharf)
  • 1 EL Mirin
  • Meersalz
  • Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • ½ rote Zwiebel

Zubereitung:

  1. Die halbe Gurke entkernen in kleine Würfel schneiden, mit 1 TL Meersalz besträuen und mind 1h einsalzen, sie verliert hierbei ihr Wasser. Dieses Wasser spatter weggießen, du möchtest es nicht im Salat haben.
  2. Die Kartoffeln schälen und in größeren Stücken in gut gesalzenem Wasser gar kochen. Auf jeden Fall mit kaltem Wasser aufsetzen, damit sie nachher die richtige Konsistenz bekommen. Abgießen und in einem Sieb abkühlen lassen.
  3. Während die Kartoffeln kochen, die Möhre schälen und reiben, sowie die rote Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden und die Zwiebel -ähnlich wie die Gurke- aber hier mit nur ½ TL Salz einsalzen.
  4. Nachdem die Kartoffeln im Sieb abgekühlt sind, sie mit einer Gabel in einer Schale krümelig zerdrücken. Das mache ich in Etappen, so ist es einfacher ein gleichmäßiges Ergebnis zu bekommen als das ganze Kilo auf einmal in die Schale zu geben und zu zerdrücken.
  5. Jetzt machst du die Mayonnaise. Die Eier dafür in eine hohe Schale aufschlagen. Mirin sowie den Senf zu den Eiern geben. Eine gute Prise Salz dazu geben. Jetzt mit dem Sonnenblumenöl übergießen und den Zauberstab reinstecken anmachen und dabei langsam hochziehen um die Zutaten zu emulgieren. (siehe Fotos)
  6. Jetzt die Gurken, Zwiebeln, Möhren und zerdrückten Kartoffeln in einer großen Schale vermengen und dann die Mayonnaise unterrühren. Erst jetzt nachdem alle Zutaten gut vermischt sind final mit Salz und Pfeffer abschmecken, denn die Gurken und Zwiebeln sind schon salzig. Voilà - schon fertig! Guten Appetit!
PS. Wenn du kein Mirin hast oder nicht extra dafür kaufen möchtest, nimm Apfelessig. Es schmeckt zwar nicht genauso authentisch wie mit Mirin, kommt aber nah dran und ist auch sehr lecker.

1 Comment

  • comment-avatar
    Ale 16. Januar 2018 (12:54)

    Mega lecker!!